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Audi R8 GT - Bulle mit vier Ringen

in FAHRBERICHTE, TESTS & VORSCHAU 21.10.2010 22:15
von SHA_IV_23 • ..::SUPPORTER & MODERATOR::.. | 387 Beiträge

Schneller, stärker, leichter: Die Ingolstädter haben ihren Sportwagen für eine limitierte Topversion auf noch mehr Leistung getrimmt. Ihr Optimierungswahn machte nicht einmal vor dem Teppich halt.
Der Audi R8 GT ist als reiner Straßensportwagen das schärfste, was die Ingolstädter in den letzten Jahren auf die Reifen gestellt haben. Seine Weltpremiere feierte der 4,43 Meter lange Supersportwagen im Frühling auf dem historischen Grand Prix von Monaco, und genau in so einem Kurvengeschlängel trumpft der 560 PS starke Audi-Bolide auf.
Doch auch auf der Autobahn liegt der auf rund 1,6 Tonnen erschlankte R8 GT wie ein Brett auf der Piste. Dabei schafft der Allradler bei Abruf all seiner Leistungsreserven Tempo 320 Spitze. Doch derartige Bestleitungen sind zweitrangig - wie auch das Spurtpotenzial von 0 auf 100 Stundenkilometer in 3,6 Sekunden.

Denn gerade auf schnellen Landstraßenpassagen kann der R8 GT überzeugen. Dort zeigt das aktuell sportlichste R-Modell von Audi, wie sich ein Leistungsplus von 35 PS im Vergleich zum normalen 5.2 FSI V10, vor allem aber die 100 Kilogramm Gewichtsreduktion bemerkbar machen.
Schmale, aber noch vertretbare Rennschalensitze sparten allein 31,5 Kilogramm. Ebenso trugen die dünnere Windschutzscheibe, eine Trennscheibe aus Polykarbonat und die Heckklappe aus Kohlefaser zu neuer Leichtigkeit bei. Der neue Rennsport-Teppich im Innenraum holte weitere acht Kilogramm aus dem Serien-R8 heraus.

Dabei ist der R8 GT nicht derart knüppelhart oder aufdringlich dröhnend wie sein Bruder Lamborghini Gallardo Superleggera. Der erhebt sich ab 3600 Touren zu einem ohrenbetäubenden Stakkato und nimmt die Umgebung völlig für sich ein. Hier ist der R8 GT bei aller Sportlichkeit und Dynamik dezenter. Auch das automatisierte Schaltgetriebe bekommt auf seine alten Tage noch einen echten Entwicklungsschub. Lässig wechselt es die einzelnen Gangstufen hinauf und herunter. Wer will, kann den Klang des Zehnzylinders bis deutlich über 8000 Umdrehungen pro Minute genießen. Erst bei 8700 Touren mahnt der Drehzahlbegrenzer zu erneutem Hochschalten. Am besten schlägt sich der Audi zwischen 4500 und 7000 Touren, wenn er breitschultrig aus dem Vollen schöpfen kann und souverän bis zu 540 Nm Drehmoment zur Verfügung stellt.Bissiger als im R8 GT würde der Sportwagen nur mit einem Turbotriebwerk. Dass dürfte bereits in der Planung sein. Denn der Verbrauch von 13,9 Litern Superkraftstoff pro 100 Kilometer wird - bei aller Sportlichkeit - nicht mehr lange vertretbar sein. Der Preis der auf 333 Einheiten limitierten Auflage des R8 GT liegt bei 193.000 Euro pro Stück.



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